Gebackene Rote Bete mit Birne und Tête de Moine

Gebackene Rote Bete mit Birnen und Tête de Moine

Posted: 30. Oktober 2017 by Franziska Robertz

Dieser Beitrag enthält Produktwerbung für Schweizer Käse

Geschmackserlebnis gebackene Rote Bete

Ich liebe Käse. Du auch? Aber ich mag keine Rote Bete*. Dachte ich bisher. Ich mochte diesen erdigen Geschmack von diesen komisch weichen süßsauren Kugeln nie besonders. Ich mied es, wo ich nur konnte. Dann kam ich nach Australien und an jeder Ecke gab es Burger. Yeah. Immer mit einer Scheibe Rote Bete auf dem Patty. Nicht Yeah. Das war das erste, was vom Burger runterflog.

Vor kurzem las ich (ich weiß nicht mehr wo), man solle Rote Bete mal backen. Das sei etwas ganz anderes vom Geschmack her. Und da ich weiß, dass sich Geschmäcker im Laufe der Jahrzehnte ändern, holte ich frische Rote Bete, schälte sie, schnitt sie in Scheiben, würzte alles mit Salz und Pfeffer und schob sie für 15 Minuten in den Backofen. Noch heiß musste ich sofort probieren: War. Das. Lecker. Ein völlig anderes Geschmackserlebnis. Ich war echt begeistert. Es war noch leicht bissfest und überhaupt nicht so ekelhaft erdig. Und schon gar nicht süßsauer. Einfach perfekt.

Gebackene Rote Bete mit Käse

Die Ideen, was man nun alles mit Roter Bete anfangen kann, sprudelten nur so im Kopf. Klar fiel mir als erstes Käse ein. Und als wenn Schweizer Käse meine Gedanken las, flatterte just der Hinweis auf das diesjährige Blogevent von foodpeopleplaces.com zusammen mit Schweizer Käse ins Postfach. Zu meinem Glück war ich eine der 24 Teilnehmer, die einen Käse zum Ausprobieren bekamen. Und zu meinem noch größeren Glück war es der Tête de Moine. Die letzten beide Male habe ich mich jeweils an Appenzeller und Le Gruyère probiert. Und so wie diese beiden ist auch der Tête de Moine ein schöner kräftiger Käse. Und dazu ein perfekter und fotogener Käse für ein einfaches und schnelles Rezept mit Roter Bete.

Gebackene Rote Bete mit Birnenfächer und Tete de Moine
Gebackene Rote Bete mit Birnenfächer und Tete de Moine

Wissenswertes zu Tête de Moine

Tête de Moine – der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet Mönchskopf. Im 12. Jahrhundert wurde dieser Halbhartkäse aus unbehandelter Milch im Kloster Bellelay hergestellt und heute ist die Bezeichnung „Tête de Moine, Fromage de Bellelay“ als geschützte Ursprungsbezeichnung, kurz: AOP, eingetragen.

Das Besondere an dem Käse ist die Schneideart: Er wird hauchfein geschabt. Dazu benutzt man am besten die s.g. Girolle**. Das ist ein runder Holzteller auf dem der Käse mittig über einem Metallstift aufgesteckt wird. Auf den Stift wird sodann eine Kurbel gesteckt, mit der man ganz feine Rosetten abschaben kann, deren Aussehen Pfifferlinge gleichen. Im Französischen heißen Pfifferlinge Girolle, daher der Name.

Tete de Moine Girolle
Girolle für Tête de Moine

Tipps & Hinweise

Tête de Moine:
Bei jeder gut sortierten Käsetheke bekommt man den Käse fertig und frisch in Röschen geschabt. 100 Gramm sind viele Röschen. Ich habe die Mengenangabe grob gehalten – man kann den Käse auch gut wegnaschen. Also, ich kann das sehr gut.

Rote Bete:
Die Knollen sollten beim Einkauf schön fest sein – desto frischer sind sie.
Für das Schälen am besten einen Sparschäler benutzen.
Handschuhe anziehen, eine Schürze umbinden und auf das Schneidebrett Backpapier legen. Rote Bete färbt herrlich Pinkrot, die Flecken gehen aber auch nur schwer bis gar nicht mehr raus.

Birnen:
Ich habe Williams Birnen benutzt. Sie sind von vornherein herrlich süß und zart in der Konsistenz. Das passt perfekt zu der bissfesten Roten Bete. Es geht aber natürlich auch jede andere Birnenart.

Backzeit:
Ich habe die Scheiben der Roten Bete nicht dicker als 0,5cm geschnitten. Je dicker die Scheiben sind, desto länger die Backzeit.

Menge:
Die Menge richtet sich nach Größe der Rote Bete Knollen. Für 2 Personen als Vorspeise bzw. kleine Beilage nahm ich eine ca. tennisballgroße Bete. Da bekam ich 8-9 Scheiben raus.
Pro Scheibe nahm ich 1 Rosette Tête de Moine.

Optional:
Anstatt des Chili-Öls kann man auch einen Tropfen Honig nehmen und schon hat man eine schöne Nachspeise.

Gebackene Rote Bete mit Birne und Tête de Moine
Gebackene Rote Bete mit Birne und Tête de Moine

Zutaten für gebackene Rote Bete

für 3-4 Personen als Vorspeise
Dauer unter 30 Minuten

  • 2 frische Rote Bete
  • 50 -100 g Tête de Moine
  • 1 Birne (Williams)
  • Chili-Öl** (wenige Tropfen, optional Rapsöl)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  2. Die Rote Bete waschen, schälen und in 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben auf das Backblech legen und mit etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle bestreuen. Das Blech mit der Roten Bete für 20 Minuten in den Backofen, unteres Drittel, geben.
  3. Die Birne waschen, bei Bedarf schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Von der kurzen Seite eines Birnenviertel dünne Scheiben runterschneiden (2mm dick).
  4. Falls nicht schon fertig geschabt gekauft, vom Tête de Moine mehrere feine Röschen schaben.
  5. Nach Ende der Backzeit das Blech mit der Roten Bete aus dem Ofen nehmen, Ofen anlassen. Die Bete fächerartig mit den Birnenscheiben belegen und in der Mitte einen Mini-Tropfen Chili-Öl geben (am besten mit kleinem Löffel dosieren). Das Blech nun nochmal für 8-10 Minuten in den Backofen geben.
  6. Sobald die Birne leicht saftet, Backblech aus dem Ofen nehmen, Ofen ausschalten. Die Scheiben vorsichtig auf einem Teller anrichten und in die Mitte jeder Scheibe ein Röschen des Tête de Moines geben. Fertig und genießen.

Das ist doch wirklich eine super einfach zuzubereitende Vorspeise, stimmt’s?! Die Kombination der Roten Bete mit der süßen Birne und dem herben Tête de Moine passt perfekt. Und das Schöne ist, es schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr gut.

Bis später, Franzi

 

Fußnote

*Sowohl die Schreibweise „Bete“ als auch „Beete“ ist richtig. Siehe dazu die Empfehlungen im Duden.
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2 Comments

  • Evelyn 31. Oktober 2017 at 12:55

    Hallo Franzi, ich bin auf Deinen Block durch Moey’s Kitchen gekommen. Ich wollte Dir nur schnell etwas zu Rote Beete
    erzählen. Früher gab’s bei uns die roten Beete immer mit Essig eingelegt, das habe ich gehasst. ein italienischer
    Freund hat mir etwas gezeigt, das mir die Roten Beete zum einer meiner Lieblingsgemüse gemacht hat:
    Die Knolle in Silberfolie in den Ofen (Braucht natürlich je nach Dicke Zeit). Bei mittlerer Stärke schon eine gute
    Stunde. Danach abschrecken, mit Handschuhen schälen. Dann nur mit gutem Olivenoel und Knoblauch, ein Spritzer Zitrone + ein Hauch Salz. Ist einfach ein Genuss, weil aller Geschmack drin bleibt.
    Vielleicht gibt e Dir eine Idee.
    Lb. Grüsse
    Evelyn

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    • Franziska Robertz 31. Oktober 2017 at 14:14

      Willkommen liebe Evelyn
      Das muss ich unbedingt mal ausprobieren mit der Folie und Backofen. Was meinst du, 180°C müsste ausreichend, ’ne?!
      Vielen lieben Dank für deinen Tipp <3

      Reply

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