In der Hitze der Nacht

Posted: 24. Juli 2013 by Franziska Robertz

oder: Lakritzpralinen Lakritzkonfekt im Kokosmantel

Es ist so warm ☼
Es ist mitten in der Nacht ☽
Es ist 22:37 Uhr.
Es sind 28 Grad Celsius.
Es ist der Gedanke, unbedingt das Lakritzfudge von Meine Küchenschlacht ausprobieren zu wollen. Mitten in der Nacht. Bei 28 Grad Celsius. Aber ohne Fudge. Dafür mit selbstgemachten herzigen Schokoladenhohlkörpern.
Den Fehler bei dem Gedankengang habt Ihr sicherlich alle schon gesehen. Ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Lakritz01
Seit ich Herrn Dynamite kenne, erhalte auch ich regelmäßig ein Päckchen mit allerlei Leckereien aus dem Rheinland ♡ Unter anderem befinden sich immer Lakritzstangen darin. Wirklich immer. Und immer die wunderbar dicken Bonner Goldstangen.
Nun wollte ich etwas Abwechslung. Weg von der Stangenform, hin zu Pralinen und Schokolade. Neulich auf dem Naschmarkt Berlin habe ich schon feinste 70%ige Schokolade mit Lakritzgeschmack von Atelier Cacao essen dürfen. Die war richtig lecker. Dann das das tolle Lakritzfudge-Rezept bei Meine Küchenschlacht. Das las sich so einfach durch. Ich musste es sofort probieren. Das oder zumindest so etwas Ähnliches.
Nun habe ich etwas härtere Lakritzstangen klein geschnitten, Kaffeesahne, etwas Butter und Zucker zugefügt und in einem Topf über Wasserbad schmelzen lassen. Naja, jedenfalls hatte ich genau das vor.
Das Lakritz schmolz nicht – jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünschte.
Nebenbei hatte ich schon Schokolade geschmolzen, in die Hohlkörperform gepinselt und im Froster hart werden lassen.
Die Lakritze schmolz immer noch nicht gänzlich. Mittlerweile war es bereits über eine Stunde später. Aber nicht kühler. Die Masse mit dem Lakritz hatte zwischendurch mal eine sehr schöne fudgige Konsistenz – mit festen Lakritzstücken drin. Ich wurde immer ratloser.
Achja, von meinen 7 herzigen Schokohohlkörper hat es eines (in Zahl: 1) im Ganzen und unversehrt aus der Silikonform geschafft. Alle anderen sind zerbrochen. Die Freude über das eine (in Zahl: 1) war nur von kurzer Dauer. Einmal angefasst, schmolz es in den Händen dahin.
Okay, spätestens hier hatte dann auch ich kapiert: Im Sommer macht man keine Pralinen!!!

Aber Konfekt ☺
Ich hatte noch etwas geschmolzene Schokolade übrig, die ich in die Lakritzmasse gab. Ich dachte, ich könnte irgendetwas damit retten. Pustekuchen. Das wird alles nur noch schrecklicher. Mittlerweile lachte ich schon wieder. Es war jetzt genau Mitternacht. Und immerhin nur noch 23 Grad Celsius.
Die Masse wird richtig bröckelig fest und ölig. Und einigermaßen knetbar: Kugeln ließen sich aus der Masse drehen. Ich schmolz nochmal etwas Schokolade, wälzte die Kugeln ganz kurz darin und ließ sie sofort in einem Meer aus Kokosraspel baden. Danach ging es zur Abkühlung in den Kühlschrank.

Lakritz02
Lakritz03

Es ist vielleicht nicht das geworden was es werden sollte, aber schmecken tut es. Kokos und Lakritz sind eine schöne Kombination.
Sicherlich kennt ihr das auch: Anfangs hat man eine bestimmte Idee im Kopf, zwischendurch Hunderte von Alternativen und am Ende ein ganz anderes Ergebnis.

Für dieses Lakritzkonfekt gibt es bewusst keine genauere Zutatenliste. Ich werde das Projekt „Lakritzpralinen“ weiter verfolgen, und erst wenn ich es eingefangen habe, gibt es auch das richtige Rezept.

Eure Franzi

Lakritz04Lakritz05

4 Comments

  • Nadine Engel 24. Juli 2013 at 11:23

    Du bist ein süßer Chaot meine Liebe ♥

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    • Dynamite Cakes 24. Juli 2013 at 11:40

      Chaot? Jep, klingt nach mir 🙂
      Süß? Danke ♥ ♥ ♥

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  • Sandra 24. Juli 2013 at 14:33

    Hallöchen,
    ich mag zwar kein Lakritz, aber Dein Post hat mich in seinen Bann gezogen!

    Kaum hatte ich angefangen zu lesen, wollte ich wirklich, wirklich wissen wie es zu den lecker aussehenden Kugeln kam.

    Es ist mir auch schon ganz, ganz oft so gegangen, dass ich eine Idee im Kopf hatte und sie 3x umgeschmissen hab und zum Schluß was ganz anderes dabei heraus kam (bei meinen Torten geht mir das ganz oft so!).

    Aber in Deinem Falle würde ich sagen: 100% gelungen!

    LG Sandra

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    • Dynamite Cakes 24. Juli 2013 at 14:55

      Hallo Sandra,
      nach dem nächtlichen Desaster tun deine Worte sehr gut 🙂
      Ja, manchmal muß ich mich wirklich zwingen, genau am Rezept zu bleiben. Gelingt mir nicht immer. Schön zu wissen, dass ich dmait nicht alleine bin.
      Liebe Grüße, Franzi

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