Klein und schokoladigsüß

Posted: 4. Oktober 2013 by Franziska Robertz

oder: Schoko-Wölkchen mit Muskat

kleinundschokolade
Klein und schokoladigsüß – Das ist das Motto des ersten Blogevents von „klein und zuckersüß“. Und ich finde erste Blogevents immer total spannend. Gerade erst neigt sich mein eigenes erstes Blogevent dem Ende. Während der ganzen Zeit, während das Blogevent läuft, ist man total aufgeregt. Wird es von den anderen überhaupt gesehen? Wird es gelesen? Macht jemand mit? Wie viele machen mit? Hat man alles richtig erklärt? Ist die Gewinnerermittlung gerecht? Was ist, wenn etwas nicht stimmt? Ob die Gewinne gefallen? Hat man am Ende einen Teilnehmer vergessen? ….. Viele Fragen, die einem da durch den Kopf rumschwirren. Pling…ui, der erste Teilnehmer schickt schon seinen Beitrag. Da springt das Herz vor Freude. Und mit der Zeit kommen immer mehr dazu, und man ist überwältigt, von den vielen Zuschriften. Da gibt es bekannte Teilnehmer und unbekannte Blogs. Jeden einzelnen geht man besuchen und lernt so wunderbare neue Blogs kennen. Das macht Spaß. Die Aufregung legt sich, und man freu sich nur noch über diese wunderbare Food-Community.

Es macht auch Spaß, bei Blogevents mitzumachen. Und das Thema „klein und schokoladigsüß“ hat mich sehr gereizt. Lange habe ich überlegt. Ich wollte keine Pralinen machen, keinen Mini-Schokokuchen, keine Brownies. Ich will etwas mit Gewürzen machen. Oder etwas mit einer etwas anderen Zutat. Ich hatte schon einiges ausprobiert…. Und wieder verworfen. Es war zwar alles schokoladigsüß, aber nicht klein. Es war nichts, was mit einem Happen im Mund verschwunden wäre. Ich hatte meine Teilnahme schon so gut wie aufgegeben. Es war noch wenige Stunden bis Teilnahmeschluss.

Der Postbote klingelte, und meine bestellten Bücher kamen an. Darunter ein wunderbares Back- und Kochbuch nur zum Thema Weihnachten aus dem GU Verlag, worüber ich noch ausführlicher in einem extra Beitrag berichten werde. Später am Tag blätterte ich darin rum, und auf einmal sah ich sie. Genau dieses schokoladige Gebäck musste es sein. Ich war sofort begeistert. Das war perfekt für dieses tolle Blogevent. Ich hatte noch 4 Stunden für das Backen, Schreiben des Blogbeitrags, Setting herrichten und fotografieren, Hochladen des Blogbeitrags, Versenden der Email und hoffen, dass es nicht Mitternacht wird. Ich liebe Herausforderungen. Also ging ich in die Küche und sammelte alle Zutaten ein. Zum Glück war alles vorrätig.

Zutaten für den Teig, von mir leicht abgewandelt
25 g Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil)
125 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
60 g Puderzucker (für ganz Süße können es ruhig auch 75 g sein)
½ EL Kakaopulver
¼ TL gemahlene Muskatnuss (nicht mehr, das wird sonst zu kräftig)
90 g kalte Butter
1 EL Sahne

Zutaten für das Drumherum
½ EL Kakaopulver
2 EL Zucker
1 EL Vanillezucker

Tipp: Für kleine Mengen Zartbitterschokolade eignen sich diese kleinen abgepackten Stücken, die es von einigen Firmen zu kaufen gibt. Ich habe immer welche von der Schokoladenfirma Rausch da.

Tipp: Für kleine Mengen Sahne kann man wunderbar auch die kleinen abgepackten Kaffeesahneportionen nehmen. Sie haben zwar nur ein Drittel des Fettanteils von Sahne, macht aber bei der kleinen Menge keinen Unterschied.

1.      Die Schokolade so fein wie möglich raspeln bzw. fein reiben. Die feingeriebene Schokolade zusammen mit dem Mehl, den gemahlenen Mandeln, dem Puderzucker, dem Kakaopulver und der gemahlenen Muskatnuss in einer Schüssel vermischen.
2.      Die kalte Butter in kleinen Flocken und die Sahne zu der Mehlmischung zugeben und schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie einpacken und für mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Nun bleiben mir noch gut 2 Stunden für den Blogbeitrag und das Fotografieren. Die Wartezeit nutze ich, und suche mir schon mal alles zusammen, was ich zum Fotografieren benötige. Ist der Akku vollgeladen? Puh, ja, Glück gehabt. Und wo ist jetzt die Speicherkarte? Ach, im Computer steckt das kleine Ding. Gut, das ist vorbereitet, dann kann ich ja schon mit dem Blogbeitrag anfangen. Und schon sind 45 Minuten vorüber.

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3.     Den Backofen auf 175°C stellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigrolle aus dem Kühlschrank und von der Frischhaltefolie befreien. Nun ca. 20-22 Scheiben runterschneiden (O-Ton von Herrn Dynamite genau in dem Moment: „Hast du Blutwurst gemacht?“ – Irgendwie sieht es wirklich so aus.) Diese Scheiben zu höchstens walnussgroßen Bällchen formen und auf das Backblech legen.
4.     Das fertigbelegte Backblech darf nun für 15-18 Minuten in den heißen Ofen.
5.     In der Zwischenzeit die Zutaten für das Drumherum in einer Schale zusammenmischen; das Kakaopulver, den Zucker und das Vanillezucker.
6.     Die fertigen Schokobällchen aus dem Ofen nehmen und noch solange sie warm sind in der Kakao-Zucker-Mischung wälzen. Auskühlen lassen und genießen.

Das riecht so gut. Und diese kleinen Schokobälle sind so zart und schokoladig, dass ich sie kurzerhand in Schoko-Wölkchen umbenannt habe. Und dieser Muskatgeschmack – himmlisch. Achtet darauf, dass ihr nicht zu viel Muskat nehmt, sonst wird dieser Geschmack zu vordergründig. Und wenn sie noch warm sind, schmeckt es mehr nach Muskat. Erst wenn sie abgekühlt sind, sind sie perfekt.
Jetzt noch schnell ein, zwei Fotos machen. Ich habe noch 30 Minuten.
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Gerade so irgendwie geschafft. Die E-Mail ist geschrieben, der Beitrag ist online und ich gehe mich nun mit den Wölkchen entspannen.

Eure Franzi

2 Comments

  • Stephie 6. Oktober 2013 at 17:06

    mmmh wie lecker .. ich kann es fast schmecken !
    Ich drücke Dir die Daumen für dieses Wölkchen !

    Bin schon sehr auf das Buch gespannt !

    LG Stephie

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  • Ilona 6. Oktober 2013 at 20:09

    Oh, die klingen perfekt für einen Sweet Table…. *Aufschreib und Merk*

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