Dinkel-Roggen-Vollkornbrot

Dinkel-Roggen-Vollkornbrot mit Kartoffelwasser

Posted: 10. Januar 2016 by Franziska Robertz

oder: Vom Abfallprodukt zum „Brot mit Herz“

Nachdem ich gestern Kartoffelpuffer machte, blieb eine ganze Menge Kartoffelwasser vom Auspressen der Kartoffelmasse übrig. Mir war es zu schade, es wegzutun, daher habe ich drüben in der Facebook-Gruppe „Das kulinarische Fragezeichen“ nachgefragt, was man damit Schönes anstellen könnte. Dass sich Kartoffelstärke absetzt, und diese weiter nutzbar ist, kannte ich, aber das Wasser? Schnell kam die Antwort, dass es wunderbar zum Brotbacken wäre anstelle der im Rezept angegebenen Flüssigkeit. Der Vorschlag, ein Brot zu backen, kam zur richtigen Zeit: Mein Haushalt war grad extrem brotlos, und das Sonntagsfrühstück stand bevor. Und so kam es, dass diejenigen, die mir auf Twitter oder Instagram folgen, live dabei waren, wie ich mich mal wieder am Brotbacken versuche.

Dinkel-Roggen-Vollkornbrot
Ein Dinkel-Roggen-Vollkornbrot mit Herz

Hassliebe Brotbacken

Brot und ich, das ist so eine klitzekleine Hassliebe. Ich finde den Gedanken, sich seine eigenen Brötchen oder sein eigenes Brot zu backen extrem toll. Doch irgendwie habe ich damit nicht immer wirklich Glück. Vielleicht experimentiere ich auch zu viel. Backen verzeiht einem zwar kleine Experimente, aber keine größeren. Mit Hefeteig habe ich keinerlei Probleme. So lange etwas Süßes daraus entsteht, klappt alles wunderbar. Aber Sauerteig….mh, irgendwie mag der mich nicht.
Das Dinkel-Roggen-Brot ist nur mit Hefe. Das klappte so gut, dass mittlerweile fast ein Tag später kaum noch etwas davon da ist. Und hier nun das Rezept für Euch:

Dinkel-Roggen-Vollkornbrot mit Kartoffelwasser
Mit Liebe gebacken ♥

Zutaten für 1 Laib

400 ml warmes Kartoffelwasser
1 Würfel Frischhefe (zerbröckelt)
2 EL Ahornsirup (oder Rübensirup, Blütenhonig etc.)
300 g Dinkel-Vollkornmehl
300 g Roggen-Vollkornmehl
10-15 g Salz
50 g feine Haferflocken

Zubereitung

  1. In das lauwarme Kartoffelwasser den Ahornsirup (oder alternative Süße) und die zerbröckelte Hefe geben und 5-10 Minuten stehen lassen. Die Hefe muss sich deutlich vermehren.
  2. Die beiden Mehle mit dem Salz in einer (Rühr)Schüssel vermengen. Das Hefe-Kartoffelwasser hinzugeben und alles mit dem Knethaken mithilfe der Küchenmaschine/Handrührgerät so lange verrühren, bis ein Teig entstanden ist. Das geht ganz fix.
  3. Die Schüssel mit dem Teig mit einem feuchten Tuch zudecken und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen. Der Teig dürfte sich nach der Zeit mindestens verdoppelt haben.
  4. Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben, die Haferflocken bis auf eine Handvoll über den Teig streuen und die Haferflocken einkneten. Wenn der Teig gut durchgeknetet ist, diesen zu einem Laib formen und in den restlichen Haferflocken wälzen.
  5. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten, den zu einem Laib geformten Teig darauf platzieren und ca. 10 Minuten gehen lassen. Nach etwa 5 Minuten den Backofen auf 200°C vorheizen.
  6. Das Backblech mit dem Brotlaib in das untere Drittel des vorgeheizten Backofens geben und ca. 30 Minuten lang backen.
  7. Den Backofen nach ca. 30 Minuten ausschalten, das Brot mit einem feuchten Tuch abdecken und im ausgeschalteten Backofen noch ca. 10 Minuten ruhen lassen. Danach das Brot (ohne Tuch) auf einem Kühlgitter komplett abkühlen lassen.
  8. Fertig, und einfach mit dem Wunschbelag oder pur genießen.

Dinkel-Roggen-Vollkornbrot
Das Dinkel-Roggen-Vollkornbrot schmeckt pur genauso gut wie mit dem Lieblingsaufstrich oder nur mit pflanzlicher Butter

Übrigens: Man kann auch das Kartoffelwasser dafür nehmen, dass beim Kartoffeln kochen übrig bleibt.

Eure Franzi

 

 

5 Comments

  • Ulrike 11. Januar 2016 at 10:09

    Na, das ging ja schnell. Schön schaut das aus. Du hattest die Sauerteigsession in Berlin nicht besucht, oder? Sauerteige sind wirklich problemlos 😉 Frau muss sie nur richtig lieb haben.

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    • Dynamite Cakes 11. Januar 2016 at 11:51

      🙂 Leider konnte ich nicht dabei sein, bei der Sauerteig-Session. Ich hatte zur gleichen Zeit meine eigene Session. Ich muss mich damit wirklich mal auseinandersetzen, so ganz in Ruhe. Ich entschuldige mich dann jetzt schon für die vielen Fragen, die auftauchen werden 🙂

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  • Tom 7. Juli 2016 at 08:25

    Super Brot vor allem Nachhaltig Küche super einfach schön gemacht und Du schreibst einfach toll..gefällt mir sau gut, bin durch unsere gemeinsame Aktion über Sugarprincess aufmerksam geworden und denke werde Ihr mir die ein oder andere Rezept sicher mal für meinen Koch&Back Kanal überlegen.. wünsche einen schönen Tag Liebe Grüße Tom

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  • network-marketing 17. September 2016 at 15:32

    Was genau meinst du mit Kartoffelwasser was beim Kochen übrig bleibt? Wenn man Salzkartoffeln kocht also schon die geschälten oder kann man auch das nehmen, wenn man Pellkartoffeln kocht? Ich finde das eine klasse Idee, es sind ja so viele Mineralien darin es ist immer schade, es wegzugießen…

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    • Dynamite Cakes 17. September 2016 at 15:49

      Sowohl als auch…. das Wasser, in dem die Kartoffeln gekocht werden, egal ob geschält oder ungeschält. Das Salz sollte beim Rezept dann entsprechend angepasst werden.

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